Selten zuvor war die Auswahl so schwierig wie diesmal: 12 Bewerbungen für das Studienstipendium lagen der BürgerStiftungLohmar vor. „Sie hatten eine starke Konkurrenz“, betonte Geschäftsführerin Gabriele Willscheid, doch schließlich sei sich das Auswahlgremium sicher gewesen: „Mit Ihnen, liebe Frau Schmitz, haben wir die richtige Wahl getroffen.“

Großer Bahnhof für Marleen Schmitz (Mitte). Neben der Vorsitzenden Renate Krämer und Geschäftsführerin Gabriele Willscheid (4. und 6. v. links) gratulierten auch Bürgermeister Matthias Schmitz (rechts) und die anderen Gäste der Stipendiatin.
Mit einem Abiturschnitt von 1,2 hatte die Absolventin der Gesamtschule Lohmar natürlich schon einmal gute Karten. In ihrem Zeugnis finden sich fast ausschließlich Einser. „Das zeigt, wie breit und fundiert Ihr Wissen ist“, stellte Gabriele Willscheid in ihrer Laudatio beim Festakt auf Schloss Auel fest. Allerdings will die Bürgerstiftung mit ihrem Studienstipendium, das mit 2.500 Euro dotiert ist, auch soziales Engagement würdigen. Aber auch da hatte die 19-Jährige die Nase vorn. „Sie haben nicht nur Ihre eigenen Interessen im Blick, sondern sich auch innerhalb und außerhalb der Schule ehrenamtlich engagiert“, lobte die Geschäftsführerin und zählte auf: Als Handballtrainerin bei den „Wahlscheider Wölfen“ habe sie den Kindern neben der Freude am Sport Werte wie Teamgeist, Fairness und Rücksichtnahme vermittelt, und beim Schulprojekt „Balu und Du“ habe sie ein Kind mit Migrationshintergrund begleitet und geholfen, sich im Alltag zurechtzufinden.
Bei aller Empathie hat Marleen Schmitz aber auch ihre eigenen Ziele und Wünsche nicht aus den Augen verloren. Seit der fünften Klasse spielt sie Klarinette im Jugendensemble des Blasorchesters Neuhonrath und verfolgt zielstrebig und mit Ehrgeiz ihren Berufswunsch, Grundschullehrerin für Deutsch, Mathematik und Sachkunde zu werden. Dafür hat sie auch schon mal über den Tellerrand hinausgeschaut: Ein halbes Jahr verbrachte sie an der Springbank School in Neuseeland, wo sie neue pädagogische Ansätze kennengelernt hat. „Das können wir nur begrüßen, auch vor dem Hintergrund der jüngsten Pisa-Studie“, meinte Gabriele Willscheid.
Gemeinsam mit dem Auswahlgremium, zu dem neben der Laudatorin die Vorstandsmitglieder Joachim Schwellenbach und Professor Dr. Franz Wingen gehörten, kam sie zu dem Schluss: „Sie sind eine Allrounderin, und wir alle sind stolz auf Sie.“
Der Applaus der Gäste mochte die Einschätzung mehr als bestätigen: Neben den stolzen Eltern, Hildegard und Günter Schmitz, konnte Vorsitzende Renate Krämer den Bürgermeister Matthias Schmitz, den Ehrenvorsitzenden Helmut Otto, den Kuratoriumsvorsitzenden Friedhelm Lemmer und seine Stellvertreterin, Schlossherrin Tatjana von la Valette, sowie den Leiter der Gesamtschule, Sebastian Weigelt, und die Beratungslehrerin Dr. Melanie Bisson-Ritter zum Festakt begrüßen. Alsdann knallten die Sektkorken, und wurde bei einem festlichen Mittagessen noch lange gefachsimpelt – über die Musik, den Sport und natürlich auch über das Bildungssystem in NRW.
Stipendiatin Marleen Schmitz bedankte sich herzlich: „Die Auszeichnung mit dem Studienstipendium ist für mich eine große Ehre und Wertschätzung!“









