Lob aus aller Welt für Klimaschutz des Heimatvereins

BürgerStiftungLohmar fördert Renaturierung von Mooren am Rothenbach

Internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung erfuhr die Umweltgruppe des Heimatvereins Lohmar. Geografie-Studierende der Uni Bonn und der Universität der Vereinten Nationen, ebenfalls aus Bonn, pirschten durch den Wald zwischen Lohmar und Siegburg, um sich über die Renaturierung trockengelegter Moore zu informieren.
Und die jungen Leute aus aller Welt zeigten sich tief beeindruckt von diesem Projekt, das der Heimatverein zusammen mit dem Lohmarer Gymnasium seit nunmehr drei Jahren durchführt.


Gemeinsam für Natur- und Klimaschutz (von rechts nach links): Förster Felix Dönges, Biologielehrer Lars Bergmann, Gabriele Willscheid, Wolfgang Schreer und Wolfgang Weber mit Jugendlichen des Lohmarer Gymnasiums.

Nicht minder beeindruckt war auch Gabriele Willscheid, Geschäftsführerin der BürgerStiftungLohmar, die den Ehrenamtlichen unter Leitung von Wolfgang Weber und den Jugendlichen des Gymnasiums bei der Arbeit einmal über die Schultern schaute. Als Motivationsschub hatte sie eine Förderzusage der Stiftung in Höhe von 500 Euro dabei:
„Wir waren uns im Vorstand schnell einig, dass wir ein solch ehrgeiziges Projekt unbedingt unterstützen müssen“, meinte sie, und das nicht nur, weil der Heimatverein mit seinem Beitrag zum NRW-Projekt Wiedervernässung von Mooren „der Umwelt auf die Sprünge hilft, sondern zugleich auch bei der Jugend das Bewusstsein für einen sorgsamen Umgang mit der Natur schärft“.

„Wir wollen die Kinder und Jugendlichen nicht nur über Natur- und Klimaschutz informieren, sondern auch aktiv einbeziehen“, erläutert Wolfgang Weber, worüber sich nicht zuletzt Biologielehrer Lars Bergmann freut.
Denn für die Schule ist es eine willkommene Gelegenheit, den Lernenden der Jahrgangsstufe 8 bei Projekttagen zu ermöglichen, die graue Theorie in der Praxis zu erproben. Sie kartieren Flora und Fauna, führen Versickerungsversuche durch und messen Kohlendioxid-Werte, während andere in die Hände spucken und mit den Ehrenamtlichen des Heimatvereins Entwässerungsgräben verschließen, damit sich das Wasser wieder in den trockengelegten Flächen sammeln und sich das Moor wieder neu entwickeln kann.
Vor vielen Jahrhunderten wurden die Flächen aus Angst vor Fleckfieber trockengelegt. „Doch die Angst war unbegründet, und inzwischen wissen wir, dass Moore die fünffache Menge an Kohlendioxid speichern können wie ein normaler Wald“, erklärt Weber die Bedeutung der Feuchtgebiete für den Klimaschutz. Zudem dienen sie als natürliche Regenrückhaltebecken.

Um das Ziel zu erreichen, bedarf es freilich eines langen Atems. Eine Fläche von insgesamt rund 316 Fußballfeldern gilt es am Rothenbach-Moor zu renaturieren, weshalb auch Förster Felix Dönges dankbar für den Einsatz des Heimatvereins ist.
„Wir können das Engagement der Umweltgruppe nicht genug würdigen“, meint Gabriele Willscheid, während Wolfgang Schreer, ebenfalls Aktiver, schon die Stärkung nach schweißtreibender Arbeit auftischt: leckere Hefeteilchen und Apfelschorle.

Lob aus aller Welt für Klimaschutz des Heimatvereins

Datum: 17. Okt.. 2026

Rückfragen an:

Frau Gabriele Willscheid
Geschäftsführerin
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