Fairness & Vielfalt

20.000€ für starke Ideen

Mit ihrer Projektförderung „Fairness und Vielfalt“ setzte die BürgerStiftungLohmar ein Zeichen für Zusammenhalt, Respekt und ein wertschätzendes Miteinander.

Insgesamt 20.000 Euro stellte die Stiftung für kreative Projekte mit Kindern und Jugendlichen in Lohmar bereit. Im Mittelpunkt stand die Idee, junge Menschen für gesellschaftliche Vielfalt zu begeistern, gegenseitiges Verständnis zu fördern und Fairness im Alltag erlebbar zu machen.

p

Gemeinsam für Fairness und Vielfalt

Wie gelingt ein respektvolles Miteinander? Was bedeutet es, fair zu handeln und Vielfalt nicht als Herausforderung, sondern als Bereicherung zu verstehen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Projektförderung „Fairness und Vielfalt“, die die BürgerStiftungLohmar anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens ins Leben gerufen hatte.

Die insgesamt 20.000 Euro Fördermittel stammten aus dem Erlös der Benefizgala, mit der die Stiftung ihr Jubiläum im Schloss Auel gefeiert hatte. Mit der Förderinitiative wollte die BürgerStiftungLohmar insbesondere Kinder und Jugendliche darin bestärken, offen und respektvoll miteinander umzugehen, Verantwortung füreinander zu übernehmen und sich aktiv für eine faire Gemeinschaft einzusetzen.

Kreative Ideen für ein starkes Miteinander

Der Förderaufruf bot Raum für ganz unterschiedliche Ansätze. Ob Workshops, Lesungen, Theateraufführungen, künstlerische Projekte, gemeinsames Musizieren, inklusive Sportangebote oder die Beschäftigung mit fairem Handel: Entscheidend war nicht die Form der Umsetzung, sondern die Idee dahinter. Die Projekte sollten junge Menschen zusammenbringen, neue Perspektiven eröffnen und zeigen, wie Fairness und Vielfalt im täglichen Leben gelebt werden können.

Hintergrund der Initiative waren auch gesellschaftliche Entwicklungen wie Ausgrenzung, Mobbing, Desinformation und ein zunehmend rauerer Umgangston. Diesen Herausforderungen wollte die BürgerStiftungLohmar bewusst etwas entgegensetzen und bereits bei jungen Menschen das Bewusstsein für gegenseitige Anerkennung, Teilhabe und Wertschätzung stärken.

Mit „Fairness und Vielfalt“ verfolgte die Stiftung damit ein Ziel, das weit über die einzelnen Projektaktivitäten hinausreichte: nachhaltige Impulse für ein offenes, solidarisches und respektvolles Zusammenleben in Lohmar zu setzen.

20 Projekte für Fairness und Vielfalt ausgezeichnet

    15 Organisationen, 20 kreative Projektideen und insgesamt 20.000 Euro Fördermittel: Die Resonanz auf die Projektausschreibung „Fairness und Vielfalt“ der BürgerStiftungLohmar war überwältigend.

    Bei einer feierlichen Veranstaltung im Foyer des Gymnasiums Lohmar wurden die Fördermittel an die teilnehmenden Organisationen vergeben. Vom Kindergarten über Schulen und Vereine bis hin zur Jugendfeuerwehr und der Tara-Tierhilfe zeigte sich, wie vielfältig das Engagement für ein respektvolles Miteinander in Lohmar ist.

    Musikalisch begleitet vom Kinder- und Jugendchor Lohmar bot die Veranstaltung Gelegenheit, einzelne Projekte näher kennenzulernen, sich auszutauschen und gemeinsam ein Zeichen für Zusammenhalt und gegenseitige Wertschätzung zu setzen.

    Fair bewegt uns

    Ballettschule im Hofgarten, Lohmar

    Was wird gemacht?

    Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 12 Jahren setzen sich durch Tanz und kreative Gestaltung mit den Themen Fairness, Vielfalt und Nachhaltigkeit auseinander.

    In der Kreativwerkstatt „Kostüme mit Haltung“ gestalten sie gemeinsam nachhaltige Kostüme aus recycelten Materialien und fair gehandelten Stoffen. Anschließend entsteht mit „Vielfalt verbindet“ eine kurze Tanzproduktion, die zeigt, wie unterschiedlich Menschen sein können und wie Gemeinschaft und Zusammenhalt verbinden.

    Das Projekt macht Fairness und Vielfalt praktisch erlebbar und stärkt Respekt, Verantwortung, Teilhabe und gemeinschaftliches Handeln.

     

    Zeltlager in Belgien

    Churchers, Musikgruppe kath. Kirche Birk

    Was wird gemacht?

    Es wird ein Zeltlager in Belgien für alle Kinder unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit durchgeführt.
    Die gemeinsamen Aktivitäten während der vier Tage fördern den Zusammenhalt der zuvor heterogenen Gruppe.
    Fairness und Vielfalt, aber auch Respekt und Rücksichtnahme sind Themen bei den Kreativkursen, aber auch beim Einkauf von fair gehandelten Lebensmitteln.
    Auch die Kinderrechte sind ein wichtiger Bestandteil des Programms.

    Schule der Vielfalt

    Gesamtschule Lohmar

    Was wird gemacht?

    An beiden Schulstandorten sollen großflächige Kunstwerke die Themen Vielfalt, Toleranz und Diversität verstärkt in den Fokus rücken und ein faires und tolerantes Miteinander im Schulalltag fördern.
    Schülerinnen und Schüler gestalten die Wände und bemalen sie mit externer Unterstützung.
    Das Projekt ist ein Baustein auf dem Weg zur offiziellen Projektschule im Antidiskriminierungsnetzwerk „Schule der Vielfalt“ in Kooperation mit dem Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW.

    Mädchen- und Jungentreffs

    Schulsozialarbeit & OGATA der GGS Lohmar

    Was wird gemacht?

    Die Mädchen und Jungen der Grundschule bekommen die Möglichkeit, sich in einem geschützten Raum über ihre geschlechtsspezifischen Themen auszutauschen.
    Themen sind u.a. die Reflexion der eigenen Rolle, Geschlechtergerechtigkeit, gegenseitiger Respekt und Fairness.
    Die Kinder werden an der Gestaltung der Gruppeninhalte beteiligt. Vorgesehen sind Gesprächsrunden, Gruppenübungen, kooperative Spiele und die altersgerechte Informationsvermittlung zu geschlechtsspezifischen Themen.

    Lesung und Buchprojekt

    GGS Waldschule Lohmar

    Was wird gemacht?

    Eine Kinderbuchautorin oder ein Kinderbuchautor wird zu einer Lesung über Vielfalt, Respekt und Fairness eingeladen. Im Gespräch können die Kinder Fragen stellen und sich mit den Themen der Geschichte auseinandersetzen.
    Jedes Kind soll ein eigenes Exemplar des vorgestellten Buches erhalten und mit nach Hause nehmen können. Die Inhalte werden anschließend im Unterricht weiter vertieft. So verbindet das Projekt die Freude am Lesen mit dem Austausch über Empathie, demokratische Werte und ein respektvolles Miteinander.
    Lesung und Bücher sollen für alle Kinder kostenfrei sein. Dadurch ermöglicht das Projekt kulturelle Teilhabe und gleiche Bildungschancen, unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Familien.

    WIR als Klasse!

    GGS Wahlscheid

    Was wird gemacht?

    In einem altersgerechten Sozialtraining setzen sich die Kinder mit Vielfalt, Fairness, Respekt und Gemeinschaft auseinander. Spielerische Übungen, Rollenspiele und gemeinsame Aktionen stärken Empathie, gegenseitige Anerkennung und Verantwortungsbewusstsein.
    Die Kinder lernen, Unterschiede wertzuschätzen, Ausgrenzung und Mobbing zu erkennen und Konflikte fair und gewaltfrei zu lösen. Dabei erfahren sie, dass jedes Kind mit seinen Stärken, kulturellen Hintergründen und persönlichen Eigenschaften ein wichtiger Teil der Schulgemeinschaft ist.
    Die Ergebnisse werden in den Klassen sichtbar gemacht und die Inhalte im Schulalltag weitergeführt. Ziel ist eine Gemeinschaft, in der sich jedes Kind willkommen, wertgeschätzt und zugehörig fühlt.

    Gammelübung

    Jugendfeuerwehr Breidt

    Was wird gemacht?

    Die „Gammelübung“ ist keine Entspannungsübung, es ist vielmehr eine „24-Stunden-Übung“ im Feuerwehrhaus, bei der es darum geht, den Kindern und Jugendlichen in einem nicht-feuerwehrtechnischem Rahmen Werte wie Hilfsbereitschaft, Respekt und Wertschätzung zu vermitteln und sie zu einem Team zusammenzuschweißen. Sie kochen, essen, übernachten und räumen zusammen auf.
    Die Kinder und Jugendlichen gestalten den Tag aktiv mit, vereinbaren gemeinsame Regeln und wählen ein Ausflugsziel. Gemeinsame Aktivitäten fördern Zusammenarbeit, Vertrauen und Zusammenhalt.
    So werden Fairness, Gleichberechtigung und Verantwortung praktisch erlebbar. Die Teilnehmenden lernen, einander zuzuhören, unterschiedliche Meinungen zu respektieren und persönliche Grenzen zu achten.

    Gemeinsam ins Ziel

    Naturschule Aggerbogen

    Was wird gemacht?

    In der Naturschule Aggerbogen entsteht ein inklusives Angebot für intuitives Bogenschießen. Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen körperlichen, geistigen und sozialen Voraussetzungen erleben gemeinsam Bewegung und Lernen in der Natur.
    Unter fachlicher Begleitung üben die Teilnehmenden den verantwortungsvollen Umgang mit Pfeil und Bogen. Angepasste Bögen, individuelle Zielentfernungen und ausreichend Zeit ermöglichen Erfolgserlebnisse entsprechend den eigenen Fähigkeiten.
    Die gemeinsamen Übungen stärken Konzentration, Körperwahrnehmung und Selbstvertrauen. Zugleich fördern sie Rücksichtnahme, Verantwortung und Gemeinschaft und helfen, Berührungsängste zwischen Menschen mit und ohne Einschränkungen abzubauen.

    KARLY® – Glücksfunkenkurs

    OGATA Birk

    Was wird gemacht?

    Der Glücksfunkenkurs unterstützt Kinder dabei, ihre Stärken zu entdecken, Selbstvertrauen zu entwickeln und respektvoll miteinander umzugehen. Zwei vielfältig zusammengesetzte Gruppen für die Klassen 1 und 2 sowie 3 und 4 nehmen regelmäßig im Rahmen der OGATA-AGs teil.
    Mit erlebnisorientierten Methoden erfahren die Kinder Fairness, Empathie und Gemeinschaft im gemeinsamen Handeln. Sie lernen, Unterschiede wertzuschätzen und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
    Gleichzeitig werden Mitarbeitende der OGATA befähigt, vergleichbare Angebote künftig eigenständig durchzuführen. So bleiben die Inhalte langfristig im Alltag verankert und fördern gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme.

    Wir sind ein starkes Team

    OGATA Lohmar

    Was wird gemacht?

    In verschiedenen Workshops und Aktionen lernen die Kinder kulturelle Vielfalt kennen und schätzen und entwickeln interkulturelle Kompetenzen. Rücksichtnahme, Akzeptanz und Toleranz sind wichtige Werte, die vermittelt und erlebt werden. Alle Kinder erfahren unabhängig von Herkunft, Sprache, Religion oder individuellen Fähigkeiten eine Wertschätzung.
    Beim gemeinsamen Kochen und Backen entdecken sie Gerichte aus verschiedenen Ländern und bringen Rezepte aus ihren Familien mit. So erleben sie kulturelle Vielfalt, lernen voneinander und genießen gemeinsam das Zubereitete.
    Die regelmäßigen Angebote fördern Vertrauen, Rücksichtnahme und Zusammenhalt und zeigen: Jedes Kind ist mit seinen Stärken wichtig für die Gemeinschaft.

    Jedes Leben zählt

    Tara Tierhilfe e. V.

    Was wird gemacht?

    „Gerecht ist nicht immer gleich. Gerecht ist passend“. Das können Kinder und Jugendliche bei dem Projekt in verschiedenen Modulen erleben: Den Einstieg bilden die Geschichten verschiedener Tiere, die vorgestellt werden – ein altes Pony, ein schüchterner Hund, ein Huhn mit Einschränkungen. Im weiteren Verlauf lernen die Kinder: Nicht jedes Tier, nicht jedes Kind kann alles gleich gut! Aber jedes Lebewesen ist wertvoll und verdient die Unter-stützung, die zu seinen Bedürfnissen passt. Gemeinsam werden Fairness-Regeln entwickelt, die für den Umgang mit Tieren und Menschen gleichermaßen gelten. In der Abschlussaktion schreiben die Kinder auf ein „Vielfaltsplakat“, worauf sie künftig achten wollen, wie z.B. „Ich frage erst, bevor ich urteile” oder „Ich achte mehr auf Schwächere“. 

    Inklusive Ferienzeit

    Wahlscheider Wölfe

    Was wird gemacht?

    In der einwöchigen Ferienfreizeit erleben die Kinder aus unterschiedlichen Altersklassen, Herkünften und Fähigkeiten gemeinsame Abenteuer und sportliche Aktivitäten. Die Wahlscheider Wölfe bringen ihr Training in die verschiedenen Ortsteile der Stadt, so dass sich die Kinder der Freizeit teilweise nicht kennen.
    Spielerisch werden sie in einem respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander geschult. Die Kinder erleben, dass sie gemeinsam viel erreichen können, wenn sie Verantwortung füreinander übernehmen und sich gegenseitig helfen.
    Die Teilnahme wird auch den Kindern ermöglicht, die den Beitrag nicht zahlen können. Der Verein springt ein und übernimmt die Kosten – diskret und anonym. Auch das zählt zur Fairness und Chancengleichheit!

    Groß, bunt, wunderbar: Afrika!

    KiTa Villa Regenbogen e. V., Neuhonrath

    Was wird gemacht?

    Trommeln, tanzen, gestalten und entdecken: Eine Projektwoche lädt die Kinder ein, die Vielfalt des afrikanischen Kontinents mit allen Sinnen kennenzulernen. Gemeinsam erleben sie Rhythmen, probieren ein afrikanisches Mittagessen und gestalten Tiermasken, Schmuck oder Länderflaggen.
    Mit Büchern, Filmen, Karten und Gesprächsrunden erkunden sie unterschiedliche Lebenswelten, Großstädte sowie die Tier- und Pflanzenwelt. Ihre Fragen und Interessen bestimmen die Angebote mit.
    Das gemeinsame Erleben weckt Neugier auf andere Kulturen und fördert Offenheit und gegenseitige Wertschätzung. So werden Vielfalt, Respekt und ein faires Miteinander schon für die Jüngsten greifbar.

    Gemeinsam stark in Lohmar

    Willkommenskultur

    Was wird gemacht?

    Gemeinsam kreativ werden, Herausforderungen meistern und mitgestalten: Am Dammweg begegnen sich Kinder und Jugendliche von 8 bis 18 Jahren unabhängig von Herkunft, Religion oder persönlichen Voraussetzungen.
    In Workshops beschäftigen sie sich mit Fairness, Konfliktlösung, Zivilcourage und Demokratie. Kunst, Graffiti, Musik, Tanz und Teamspiele machen Vielfalt und Zusammenarbeit praktisch erlebbar und helfen, Vorurteile abzubauen.
    Die jungen Menschen bringen eigene Ideen ein und gestalten die Angebote aktiv mit. Eine Ausstellung macht ihre Ergebnisse sichtbar. So stärkt das Projekt Selbstvertrauen, gegenseitigen Respekt und demokratische Teilhabe und verbindet junge Menschen unterschiedlicher Lebenswelten in Lohmar.

    Vielfalt und Toleranz

    Gymnasium Lohmar

    Was wird gemacht?

    Das 2025 erarbeitete Konzept soll im Schulalltag sichtbar, erlebbar und für alle begreifbar gemacht werden.
    1. Gemeinsamer erlebnispädagogischer Begegnungstag für die SchülerInnen der internationalen Vorbereitungsklassen und die übrigen SchülerInnen.
    2. Ein Tag des Miteinanders. Alle Jahrgänge setzen sich unter dem Leitsatz „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ (Art. 1 GG) altersgerecht mit Respekt, Vielfalt und Fairness auseinander. Die Kinder sollen befähigt werden, Ausgrenzung, Mobbing, Hass und Desinformationen zu erkennen und ihnen aktiv entgegenzutreten.
    3. Plakat-Aktion – Beratung Fairness. Die vorhandenen Beratungs- und Unterstützungsangebote werden sichtbar und niedrigschwellig zugänglich gemacht.