Zugegeben: Am Anfang gab es bei allem Enthusiasmus auch ein paar skeptische Stimmen: Kann das funktionieren? Es konnte! Mehr noch: 20 Jahre nach ihrer Gründung im Mai 2006 ist die BürgerStiftungLohmar längst zu einer festen und verlässlichen Größe im gesellschaftlichen Leben der Stadt geworden. Grund genug also, um den runden Geburtstag gebührend zu feiern, und zwar genau dort, wo die Stiftung damals auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Wolfgang Röger und des heutigen Ehrenvorsitzenden Helmut Otto aus der Taufe gehoben wurde: auf Schloss Auel.

Sie alle setzen sich ein für die BürgerStiftungLohmar (von links): Bürgermeister Matthias Schmitz, Innenminister Herbert Reul, Vorstandsmitglied Joachim Schwellenbach, Vorsitzende Renate Krämer, Ehrenvorsitzender Helmut Otto, Vorstandsmitglied Reiner Krämer, Geschäftsführerin Gabriele Willscheid, stv. Kuratoriumsvorsitzende und Schlossherrin Tatjana v. la Valette, Kuratoriumsvorsitzender Friedhelm Lemmer und Vizelandrätin Ute Krupp
Unter den zahlreichen Gästen konnte Vorsitzende Renate Krämer auch Vizelandrätin Ute Krupp und Bürgermeister Matthias Schmitz begrüßen. Selbst NRW-Innenminister Herbert Reul hatte es sich nicht nehmen lassen, nach Wahlscheid zu kommen, um der Bürgerstiftung zu gratulieren. Als „ganz besondere Ehre und Wertschätzung unserer Arbeit“, wertete Gabriele Willscheid, Gründungsstifterin und seit 20 Jahren ehrenamtliche Geschäftsführerin, dass der Minister in seinem vollen Terminkalender noch ein Plätzchen für die Bürgerstiftung gefunden hatte.
Und Reul hatte sogar viel Zeit mitgebracht. So konnte er den Smalltalk beim Sektempfang ebenso genießen wie das Klassik-Konzert in der barocken Schlosskapelle. Das internationale Quartett „The Strangers“ nahm die Gäste mit auf eine Reise durch die Welt der Musik von den alten Meistern wie Mozart und Vivaldi bis hin zu bekannten Filmmelodien und Pop-Evergreens. Das alles in teils ungewöhnlicher Instrumentierung mit Bajan und Balalaika.

Auftritt “The Strangers”
Mit stehenden Ovationen bedankte sich das Publikum für den großartigen Auftakt des Festtags, und ebenso begeistert zeigten sich die Gäste von „Schmitz-Backes“, der zwischen Hauptgang und Dessert mit seiner „Comedy-Zauberei“, mit rheinischem Humor und Charme, beim Festmenü gleichermaßen verblüffte wie amüsierte.
Da hatte sich der Minister allerdings schon auf den Weg zum nächsten Termin gemacht. Zuvor hatte er die Stiftung als Beispiel für die zahllosen Ehrenamtlichen gewürdigt, die, statt immer nur zu meckern, „einfach machen und Verantwortung übernehmen.“ Und diese Menschen seien immer noch die große Mehrheit der Gesellschaft. So sah es auch Vizelandrätin Ute Krupp, die der Bürgerstiftung eine „Erfolgsgeschichte“ bescheinigte, während Bürgermeister Matthias Schmitz von „gelebter Solidarität“ sprach, die „aus Mitgefühl konkretes Handeln und aus Engagement spürbare Hilfe für unsere Stadt macht.“
Das konnte Gabriele Willscheid nur bestätigen. Seit ihrer Gründung habe die Stiftung rund 700.000 Euro für Lohmar und ihre Menschen ausgeschüttet, erläuterte die Geschäftsführerin in ihrem kurzen Rückblick: Die Stiftung habe Vereine, Schulen, Kitas und andere Organisationen gefördert, aber auch viele eigene Projekte initiiert und sich in gesamtstädtische Prozesse eingebracht.
Warum das alles? Warum die ganze Arbeit? Gabriele Willscheid nannte ein paar besonders anrührende Beispiele. Sie erzählte von einer über 90-jährigen Frau aus dem Altenheim, die sich für ein Geschenk aus der Aktion „Engel für Ältere“ bedankte, mit den Worten: „Das Schönste ist, dass da draußen jemand an uns denkt.“ Und sie erzählte von einem Senior, für den nach mehreren Schicksalsschlägen in einem Jahr die finanzielle Hilfe nach der Flutkatastrophe 2021 „endlich wieder ein Lichtblick“ war. Da habe sie gewusst, „wofür sich unsere Arbeit lohnt.“ Die Vizelandrätin brachte es auf den Punkt. Die Stiftung zeige „auf eindrucksvolle Weise, wie viel Herz, Aufmerksamkeit und Mitmenschlichkeit“ sie in ihre Projekte investiere.









