31.10.2021

Mit klaren Vorstellungen und Verantwortungsbewusstsein

Max Röhrig erhielt als erster Abiturient der Gesamtschule das 16. Studienstipendium der BürgerStiftungLohmar

Altes und Neues, Historie und Gegenwart lagen dicht beieinander, als die BürgerStiftungLohmar bei einer Feierstunde ihr diesjähriges Studienstipendium vergab. Auf Schloss Auel, dort wo einst Napoleon Bonaparte, der russische Zar Alexander und der deutsche Kaiser Wilhelm II. übernachteten, ehrte die Stiftung mit Max Röhrig einen jungen Mann, der mit seinen herausragenden schulischen Leistungen ebenso überzeugte wie mit seinem sozialen Engagement.

tl_files/BSL/PM/Studstip1b.jpg

Ein glücklicher Moment vor dem schönen Schloss Auel (v.l.n.r.): 
Bürgermeisterin Claudia Wieja, Joachim Schwellenbach, Reiner und Renate Krämer, Prof. Dr. Franz Wingen, Max Röhrig, Wolfgang Röhrig, Gabriele Willscheid, Michaela Rörig, Sabine Henseler

 

Mit Max Röhrig zeichnete die Stiftung zum 16. Mal eine junge Persönlichkeit aus, und doch sprach deren Geschäftsführerin und stellvertretende Vorsitzende, Gabriele Willscheid, von einer Premiere. Denn der neue Stipendiat gehört zum ersten Abiturjahrgang der Gesamtschule Lohmar. Und er musste sich gegen eine starke Konkurrenz behaupten, wie sie in ihrer Laudatio betonte. In diesem Jahr hatten sich vier junge Frauen und sechs junge Männer um das mit 2.500 Euro dotierte Studienstipendium beworben. Fast alle hatten in ihrem Abiturzeugnis eine Eins vor dem Komma, und alle seien „hoch motiviert und engagiert.“

Dennoch machte Max Röhrig das Rennen. Denn er habe, so Gabriele Willscheid, während seiner gesamten Schullaufbahn nicht nur seine eigenen Interessen und Leistungen im Blick gehabt, sondern sich auch um seine Mitschülerinnen und Mitschüler gekümmert. Er sei stets „zuverlässig und zielstrebig“ gewesen, habe Schulleiterin Sabine Henseler bestätigt. Bei schulischen Veranstaltungen sei er immer mit Rat und Tat zur Stelle gewesen. Und er hat seinen Mitschülerinnen und Mitschülern mit Nachhilfe in Mathematik unter die Arme gegriffen. Einem sozial benachteiligten Schüler habe er geholfen, „an sich selbst zu glauben“, wie er der Geschäftsführerin erzählte. „Dass Sie das geschafft haben, ist eine bemerkenswerte Leistung“, fand die Laudatorin und meinte: „Es zeigt, wie wichtig Ihnen andere Menschen sind! Alle Achtung!“

 

Mehr noch: Nicht nur die Menschen liegen ihm am Herzen, auch die Welt will er ein bisschen besser machen und hat dabei keine Angst vor der Quadratur des Kreises. In seiner Leidenschaft für Autorennen, der er im Motorsportclub Wahlscheid unter anderem mit der Organisation von Sim-Racings frönt, sieht er keinen Widerspruch zu der Herausforderung, die Klimakatastrophe abzuwenden. Er will beides in Einklang bringen und dazu beitragen, klimaneutrale Fahrzeuge zu entwickeln, sein Studium der Fahrzeugtechnik hat er bereits begonnen. Und: „Ich bin mir sicher, dass Sie das Zeug dazu haben. Sie sind eine Persönlichkeit mit klaren Vorstellungen von einer verantwortungsbewussten Gesellschaft“, 

lobte Gabriele Willscheid und bestätigte damit auch die Einschätzung des Auswahlgremiums, zu dem neben der Geschäftsführerin auch die Vorstandsmitglieder Professor Dr. Franz Wingen und Joachim Schwellenbach gehörten.

 

Dass bei der Feierstunde auch die Stiftungsvorsitzende Renate Krämer, ihr Ehemann Reiner und Bürgermeisterin Claudia Wieja als Gratulanten dabei waren, war natürlich Ehrensache, ebenso, dass die stolzen Eltern Michaela und Wolfgang Röhrig mit ihrem Sohn beim Sektempfang und anschließender Kaffeetafel die Glückwünsche entgegennahmen. Die hatte sich nicht zuletzt auch Schulleiterin Sabine Henseler, stellvertretend für ihr Kollegium, verdient.

 

Später gesellte sich noch die Hausherrin Tatjana von la Valette dazu, um die Gäste sachkundig durch das Schloss zu führen, dessen Grundmauern bereits 1391 errichtet wurden. Von der wunderschönen Barockkapelle ging’s durch die beeindruckende Bibliothek und vorbei an der Galerie der Ahnen und Urahnen.

Dort wird Max Röhrig sicher keinen Platz bekommen, aber der 16. Platz auf der großen Tafel der Stipendiatinnen und Stipendiaten im Foyer des Lohmarer Gymnasiums und demnächst auch an der Gesamtschule Lohmar ist bereits für ihn reserviert.

Zurück