18.12.2019

40.000 Euro in 2019 für die „große Familie Lohmar“

Zum Jahresende verteilt die BürgerStiftungLohmar 10.000 Euro an 18 Organisationen

Ein „Engel für Ältere“ gab lebensgroß auf einem Transparent die Kulisse ab für die vorweihnachtliche Bescherung, zu der die BürgerStiftungLohmar ins städtische Jugendzentrum eingeladen hatte. Der Engel stand symbolisch für die neue Weihnachtsaktion der Stiftung und symbolisch auch für die vielen Engel, die sich unter den rund 50 Gästen befanden. Ihnen, den Vertreterinnen und Vertretern von 18 Lohmarer Vereinen und Institutionen, überreichte die Stiftungsvorsitzende Renate Krämer Spendenschecks in Höhe von insgesamt 10.000 Euro.

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Foto: 18 Lohmarer Organisationen, darunter Schulen, Chöre, Sportvereine, Jugendeinrichtungen und Seniorengruppen, freuten sich über die Unterstützung der BürgerStiftungLohmar

 

Mir der Bescherung ging für die Bürgerstiftung ein Rekordjahr zu Ende: „Wir hatten in 2019 so viele Förderanträge wie nie zuvor“, blickte Geschäftsführerin Gabriele Willscheid zurück. Insgesamt musste der Vorstand 48 Anträge beraten und prüfen, ob sie in die Satzung und die strategische Ausrichtung der Stiftung passten. Für 42 Anträge gab der Vorstand grünes Licht, womit rund 40.000 Euro ausgeschüttet wurden. Hinzu kommt noch das Studienstipendium, das mit 2500 Euro dotiert ist.

Allein die Anzahl der geförderten Projekte, so die Geschäftsführerin, zeige, „wie viel hier bei uns in Lohmar auf die Beine gestellt wird“. Das Engagement der Ehrenamtlichen, aber auch der Schulen, Kitas, der Firmen, Betriebe und der Politik sei enorm. Gabriele Willscheid: „Man könnte fast sagen, dass wir hier in Lohmar eine große Familie sind.“ Die Hilfsbereitschaft untereinander sei groß. Viele Lohmarerinnen und Lohmarer übernähmen Verantwortung für ihre Mitmenschen. Das zeige nicht nur die neue große Weihnachtsaktion „Engel für Ältere“, bei der Bürgerinnen und Bürger über 200 Weihnachtspäckchen im Gesamtwert von mehr als 5000 Euro für bedürftige Seniorinnen und Senioren gepackt hätten.

Die große Hilfsbereitschaft spiegelt sich freilich auch in den geförderten Projekten. Und deren Vielfalt zeigt, wie bunt das Leben in Lohmar ist. Dazu zählt die FairTrade-Kampagne, an der sich in diesem Jahr viele Gruppierungen, unter anderem die Künstlergruppe „LohmArt“, Grundschulen und Gesamtschule sowie die Seniorenvertretung mit der künstlerischen Gestaltung von Stromkästen beteiligten. Sie sei, meint Gabriele Willscheid, nicht nur für Lohmar, sondern „tatsächlich für die ganze Welt von Bedeutung“. Die ein bisschen besser zu machen, gehe nur in kleinen Schritten. Davon kann das Gymnasium ein Lied singen. Die Schule hat sich die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf die Fahne geschrieben. Sie erhalten jede Woche von ihren Mitschülerinnen und –schülern Deutschunterricht. 

Ganz groß wird in Lohmar auch die Seniorenarbeit geschrieben, für die sich neben dem Seniorennetzwerk auch die Frauen der evangelischen und katholischen Kirchen, der Ernteverein Donrath, die Chorgemeinschaft „Musica Donrath“ und der TV Lohmar stark machen. Nicht zuletzt auch die Dorfgemeinschaft Weegen und die Seniorenvertretung, die in kleineren Ortschaften Generationentreffpunkte entwickeln.

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Renate Krämer und Gabriele Willscheid, beide BürgerStiftungLohmar, waren überzeugt von dem Projekt „Deutsch für Kinder mit Migrationshintergrund“, dass die Schülerinnen des Lohmarer Gymnasiums, Melissa Wolf und Leonie Bruhn vorstellten.

 

Ganz wichtig ist  der Stiftung auch die Förderung der Musik, für die bei der Bescherung beispielhaft der Kirchenchor Neuhonrath und der Frauenchor Harmonie Honrath standen, aber auch die Musik- und Kunstschule sowie die Musikgruppe  „All Inklusiv“, die behinderte und nichtbehinderte Jugendliche vereint, sowie die Kinder- und Jugendhilfe Hollenberg, die sich der musikalischen Nachwuchsförderung verschrieben hat. „Gibt es etwas Schöneres als Musik?“, meinte Gabriele Willscheid, die locker vom Hocker die große Beschwerung moderierte, bei der sich die einzelnen Gruppierungen vorstellen konnten.

Am Ende war der Geldbeutel der Stiftung ratzeputz leer für 2019. Doch im nächsten Jahr „können wir ganz sicher wieder neue Mittel verteilen“, versprach die Geschäftsführerin und empfahl den engagierten Ehrenamtlern: „Bleiben Sie aktiv. Wir helfen im Rahmen unserer Möglichkeiten.“

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